Kalkgehalt

Der Kalkgehalt nach Scheibler wird in der Baustoffprüfung nach DIN 18129 ermittelt. Massenanteil an Gesamtkarbonaten bezogen auf die Trockenmasse eines Bodens setzt sich zusammen aus dem Kalzit- und den Dolomitanteil.

Zur Bestimmung des Kalkgehaltes, wird eine Probe von 20 Gramm ohne die Körner über 2 mm bis zur Massenkonstanz im Ofen bei 105°C getrocknet. Im Exsikkator wird die Probe auf Raumtemperatur abgekühlt und mit einem Mörser pulverfein zerrieben. Anschließend wird das Prüfgut durch ein Sieb <0,06 mm gesiebt. Die Trockenmasse des Prüfgutes legt man in Abhängigkeit des geschätzten Kalkgehaltes nach Tabelle 1 der Norm fest. Zur Abschätzung träufelt man Salzsäure auf die Probe und legt fest, wie stark das Aufbrausen war. War z. B. kein Aufbrausen sichtbar, kann eine Trockenmasse von 4,0 bis 5,0 Gramm für den Versuch verwendet werden. Bevor man die getrocknete Probe  in das Gasentwicklungsgefäß gibt, wird der Meßzylinder bis zur Nullmarke mit Wasser gefüllt. Das Reagenzglas, wird mit 10 ml einer 2-moligen HCl befüllt. Das Reagenzglas wird ins Gasentwicklungsgefäß gestellt und vorsichtig geneigt, so dass die Salzsäure auf die Probe tropft. Entstehendes Gas verschiebt die Wassersäule des Zylinders.

Der Versuch ist spätestens nach 30 min abgeschlossen.