Plattendruckversuch

Beim Plattendruckversuch wird seit einigen Jahren zwischen dem statischen und dem dynamischen Plattendruckversuch unterschieden. Das Ziel des Plattendruckversuchs ist in beiden Fällen die Tragfähigkeit des Bodens zu untersuchen. Im Erdbau des Straßenbaus, gelten für das Erdplanum und das Planum nach Abhängigkeit der Bauklasse laut RStO bestimmte Mindestwerte. Diese werden in MN/mangegeben.

Der statische Plattendruckversuch wird nach DIN 18134 durchgeführt.

Mit ihm können das Verformungsmodul EV und das Bettungsmodul KS ermittelt werden.

Beim statischen Plattendruckversuch gibt es Lastplatten mit Durchmesser 300 mm, 600 mm und 762 mm. Letztere wird vornehmlich zur Ermittlung des Bettungsmoduls bei Flugplatzbauten eingesetzt.

Wenn man von einer höchsten Normalspannung von 0,50 MN/m2 ausgeht, wird nach Norm ein Gegengewicht von mindestens 4,54 t notwendig. Zweckmäßig werden Bagger, Walzen oder beladene LKW´s eingesetzt. Mit Hilfe eines Hebelarms wird nun stufenweise be- und entlastet. Es sind hierbei mindestens sechs Laststufen zu wählen.

Der dynamische Plattendruckversuch wird nach TP BF-StB Teil 8.3 durchgeführt. Mit ihm kann allerdings kein Verhältniswert zwischen EV1 und EV2 ermittelt werden. Es sollten zur besseren Vergleichbarkeit von EVzu EVimmer vergleichende Versuche gefahren werden.